Newsinternational Freitag, 21.11.2008 |  Drucken

Sarajevo-München: Mustafa Cerić erhält Auszeichnung für christlich-muslimischen Brückenschlag - Bundesinnenminister Schäuble hält Festvortrag

Der jordanische Prinz Ghazi bin Muhammad bin Talal und Scheich Al-Habib Ali Zain Al-Abidin Al-Jifri aus den Vereinigten Arabischen Emiraten werden ebenso den diesjährigen Eugen-Biser-Preis erhalten

Die Eugen-Biser-Stiftung hat drei muslimische Würdenträger für ihren Beitrag zur besseren Verständigung zwischen Muslimen und Christen ausgezeichnet. Der Großmufti von Bosnien und Herzegowina Dr. Mustafa Cerić, der jordanische Prinz Ghazi bin Muhammad bin Talal und Scheich Al-Habib Ali Zain Al-Abidin Al-Jifri aus den Vereinigten Arabischen Emiraten werden den diesjährigen Eugen-Biser-Preis erhalten.
Die Preisverleihung erfolgte im Blick auf die maßgebliche Mitwirkung der Preisträger an dem denkwürdigen Offenen Brief „A Common Word Between Us and You“ vom 13. Oktober 2007 an die christlichen Kirchen und „in Anerkennung ihres außerordentlichen Beitrages zum muslimisch-christlichen Dialog und ihrer konsequenten und segensreichen Bemühungen um den Frieden“, heißt es in der Presseerklärung der Stiftung.

Der Stiftungsrat erklärte in seinem einstimmigen Beschluss, dass dem interreligiösen Dialog – ohne dabei die eigene Identität aufzugeben – beide, Christen wie Muslime, verpflichtet seien, „vor allem deshalb, weil es ohne Frieden unter den Religionen keinen Frieden unter den Menschen gibt und geben kann.“ In diesem Sinne sei eine größere Übereinstimmung in Ursprung und Zielsetzung der Stiftung mit dem „epochalen Offenen“ Brief der islamischen Würdenträger kaum denkbar. Alle drei Preisträger gehören zu den ersten Unterzeichnern des Offenen Briefes von 138 islamischen Gelehrten an die christlichen Kirchen vom 13. Oktober 2007.

Die mit 5.000 Euro dotierte Auszeichnung würdigt den Beitrag der Gelehrten zur Verständigung zwischen Muslimen und Christen und wird am 22. November in München verliehen. Den Festvortrag hält der Bundesinnenminister Dr. Wolfgang Schäuble. Sein Vortrag hat den Titel „Religiöse Vielfalt und gesellschaftlicher Zusammenhalt in Deutschland“.

Vor einigen Tagen bestimmte der deutsche Innenminister die Schlagzeigen, als er sagte, der sich vorstellen kann, dass eines Tages auch ein Türkischstämmiger Bundeskanzler werden kann und er in der Finanzkrise eine grösserer Bedrohung sieht als den Terrorismus sieht.




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