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Mittwoch, 13.05.2020

Italiens Moscheen bleiben bis 24. Mai geschlossen

Italiens islamische Gemeinden wollen ihre Moscheen auch während des restlichen Ramadan geschlossen halten

Wie der italienische katholische Pressedienst SIR (Dienstag) berichtete, soll der Beschluss, den Gemeindevertreter am Montagabend in einer Videokonferenz fassten, bis zum Fest des Fastenbrechens am 24. Mai gelten. Die Kirchen des Landes öffnen laut Vereinbarung mit der Regierung bereits am 18. Mai ihre Türen wieder für öffentliche Gottesdienste.

Yassine Lafram vom Verband islamischer Gemeinden Italiens erklärte, mit diesem Beschluss bekräftigten die Moscheegemeinden ihre Position, wonach "das Leben der Menschen wichtiger ist als ihre Moscheen". Man orientiere sich an Richtlinien des Innenministeriums zum Infektionsschutz an Kultorten, so Lafram. Im Unterschied zu christlichen Kirchen und jüdischen Gemeinden haben hat der italienische Islamverband keine eigene Regelung mit der Regierung über die Wiederaufnahme des Kultbetriebs.

Nach Angaben des Verbands sollen bis zum Fest des Fastenbrechens weder Gebete noch Vorträge in Moscheen stattfinden. Auch für das Fest selbst wird von Gottesdiensten in Moscheen abgeraten, um Menschenansammlungen und Verkehr zu vermeiden. Im Übrigen seien überall die geltenden Hygienevorschriften einzuhalten. - Dem Verband islamischer Gemeinden Italiens gehören gut 150 Organisationen an, die 80 Moscheen und rund 300 inoffizielle Versammlungs- und Gebetsorte betreiben.