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Sonntag, 17.01.2021


No to racism

Wiener Theologin Polak als neue OSZE-Sonderbeauftragte bestätigt

Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Diskriminierung und Intoleranz gegenüber Muslimen, Christen und Juden (u.w.) den Kampf erklärt

Wien Die Wiener Theologieprofessorin Regina Polak (53) ist in ihrem Amt als OSZE-Sonderbeauftragte im Kampf gegen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Diskriminierung, mit Fokus auf Muslime und Christen und Angehörige anderer Religionen bestätigt worden. Das teilte die neue Vorsitzende der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), die schwedische Außenminister Ann Linde, am Freitag in Wien mit. Polak leitet das Institut für Praktische Theologie an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien und hat bereits eine einjährige Amtsperiode als OSZE-Sondervertreterin hinter sich.

Polak ist Expertin für Werteforschung, Fragen hinsichtlich sozioreligiöser Transformationsprozesse in Europa und den Themenbereich "Religion, Migration und Urbanisierung". Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehören außerdem Antisemitismus und Rassismus sowie der christlich-jüdische und christlich-islamische Dialog.

Als OSZE-Sonderbeauftragte für den Kampf gegen Antisemitismus beziehungsweise gegen Intoleranz und Diskriminierung von Muslimen amtieren der Rabbiner Andrew Baker vom "American Jewish Committee" (AJC) und der frühere türkische Botschafter beim Heiligen Stuhl, Mehmet Pacaci.

Schweden löste zum Jahreswechsel Albanien als OSZE-Vorsitzland ab. Der OSZE mit Sitz in Wien gehören 57 Staaten an. Sie umfasst vor allem europäische Länder, aber auch die Staaten Zentralasiens, die USA und Kanada. Dazu kommen elf Partnerstaaten, die meisten in Nordafrika. Gegründet wurde die OSZE im Zuge des Ost-West-Konflikts durch die Helsinki-Verträge 1975, die wesentlichen Einfluss auf die weitere Entwicklung in Europa hatten.