Neujahrsgrüße des KRM: Teilhabe an gesellschaftlich-politischen Prozessen Grundvoraussetzung für ein gedeihliches Miteinander
"Chancengleichheit darf keine Worthülse bleiben"
Zum neuen Jahres beglückwünschte der Sprecher des Koordinationsrats der Muslime in Deutschland KRM,Alboğa die Bürgerinnen und Bürger in Deutschland und wünschte ihnen Gottes Segen, Glück und Rechtleitung. (Ganze Mitteilung des KRM im unteren link) Der KRM ist ein Zusammenschluss von DITIB, Islamrat, VIKZ und Zentralrat der Muslime.
Angesichts des wachsenden Rechtsextremismus, Antisemitismus und Islamfeindlichkeit in einigen europäischen Ländern, wie auch in Deutschland, betonte Alboğa, „dass es höchste Zeit sei, aufrichtig für eine Gleichberechtigung und Chancengleichheit aller Bürger in Deutschland und Europa zu arbeiten und Extremismus jedweder Art eine deutliche Absage zu erteilen“.
Er zeigte sich besorgt über unsägliche populistische Aussagen von Politikern in letzter Zeit, die ihr Profil damit schärfen, um in den bevorstehenden Wahlen auch bei marginalen Wählern zu punkten.
„Die Forderungen mancher Unionspolitiker, dass Muslime eine amtliche Gewaltverzichtserklärung abzugeben haben, ist absurd“, so Alboğa. „Auch hier messen derartige Politiker mit zwei Maßstäben und diskriminieren mit ihrer Forderung besonders die muslimischen Migranten, während von einer Erklärung von rechtsextremistisch, antisemisch, oder anti-islamisch Gesinnten keine Rede ist. Diese Spezifizierung auf Muslime ist verfassungswidrig und führt mehr zum Hass gegen die Religion des Islam“.
Alboğa hob zudem hervor, dass die Teilhabe an gesellschaftlich-politischen Prozessen Grundvoraussetzung für ein gedeihliches Miteinander ist. „Ein erster Schritt wäre die Vertretung von islamischen Religionsgemeinschaften in den Landesrundfunkanstalten sowie den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten“, so Alboga.
„Nur wenn es uns gelingt, deutlich zu machen, dass Integration nicht Assimilation meint und dass Chancengleichheit nicht eine Worthülse bleibt, werden wir die zweite und dritte Generation von Zuwanderern für eine dringend erforderliche, aktive Teilhabe an den gesellschaftlichen Entwicklungen gewinnen können“, resümiert Alboğa.
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